AuftraggeberIn: pro mente Austria
Jahr: 2017
Ort: Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Linz und KunstRaum Goethestrasse xtd
Format/Technik: Tagungsbeitrag(10); Fotografie, Video, Rauminstallation; Foto-und Videodokumentation(11)
Material: Performance, Fotodruck, Video
Beteiligte: KünstlerInnen, KulturarbeiterInnen, die inklusive Community des KunstRaum Goethestrasse xtd, KooperationspartnerInnen, Lehrerinnen und SchülerInnen aus der Nachbarschaft
Springen! Sich im Bild bewegen
Der KunstRaum Goethestrasse xtd spielt als Ort der Umsetzung, der Vorbereitungen und als Ausgangspunkt für neue Perspektiven eine essenzielle Rolle. In Springen! wurde der KunstRaum Goethestrasse xtd zum Produktionsort und das Jahresthema 2017 „Über die Kraft der Unterschiede. Manchmal sind Turbulenzen so heftig, das Dinge durch die Luft fliegen!“ schaffte einen Interpretationsraum zum Thema der Tagung „Wirtschaft und Soziales – Ein Widerspruch? Miteinander für psychische Gesundheit“.
Springen! Sich im Bild bewegen thematisiert die Situation am Sprung zu sein und das Zusammenspiel unterschiedlicher Kräfte und Gegensätze, die für eine offene und inklusive Gesellschaft wesentlich sind. Dazu wurden KollegInnen, TeilnehmerInnen und Newsletter AbonnentInnen des KunstRaum Goethestrasse xtd eingeladen, sich in schwarz oder weiß gekleidet vor der Fotokamera mit einem Sprung zu inszenieren. Künstlerische Arbeiten und populäre Fotografien, die den Sprung thematisieren, wurden als Inspiration für den eigenen Sprung präsentiert. Die resultierenden Fotografien von Menschen, die einen Sprung wagen, wurden auf Banner im Stiegenaufgang am Tagungsort gehängt. Im Veranstaltungsraum füllten die Porträts der „Springenden“ die Wände und zeigten die zahlreichen unterschiedlichen Sprungformationen und Teilnehmenden. Gleichzeitig lief ein Video des gesamten Prozesses der Sprünge während der Tagung für alle sichtbar im Saal und begleitete die Tagungsgäste durch die
Veranstaltung.
Die Fotos repräsentieren den höchsten Punkt des jeweiligen Sprunges, und nach dem Abhängen der Bilder wurden sie den Teilnehmenden übergeben. Das Projekt sollte inspirieren, die Teilnahme bot die Möglichkeit sich mit den eigenen Assoziationen zum Sprung und den Bewegungen anderer auseinanderzusetzen. Dazu stellte der KunstRaum Goethestrasse xtd einen sicheren Ort des Experimentierens, der Selbstreflexion und der Entwicklung. Nicht nur NutzerInnen, sondern auch andere nehmen dies bewusst wahr: Zu einem gemeinsamen Sprung kam auch eine vierte Klasse der benachbarten Volksschule, die sich Jahre zuvor bei Foto Andraschek & Töchter bereits beteiligt hatte. Aufgrund der tiefgreifenden Reflexionsmöglichkeiten und der Ausdruckskraft des Szenarios wurde Springen! für ein Folgeprojekt von pro mente OÖ verwendet. Im Zuge eines Personalentwicklungsprojektes wagten zehn Führungskräfte den Sprung und gaben Statements über ihre Sicht auf Führungsfunktionen ab.




















