AuftraggeberIn: pro mente Plus GmbH
Jahr: 2015
Ort: Neuland Wien
Format/Technik: Gestaltung Wohnraum; Handwerk- und Design- Workshops, Skizze, Installation, Collage,
Upcycling, Texte, Strohbilder; Fotodokumentation
Material: Bleistift, ready-made, Textil, Möbel, Textiltapetendruck
Beteiligte: Bewohner des Wohnhauses Neuland Wien
DER SALON
Gestaltungsarbeiten des KunstRaum Goethestrasse xtd, die auf gemeinsamen Workshops basieren, binden alle Beteiligten zum Erarbeiten von Inhalten, Techniken und Ausführungen ein. Die Methoden werden dazu auf die gemeinsamen Ziele und auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt. Die Workshops mit den Bewohnern des Wohnhauses Neuland Wien wurden vor Ort ausgerichtet und zielten auf eine gemeinsame Gestaltung eines Teiles ihres Wohnbereichs.
In einem ersten Schritt wurden Wünsche und Ideen gesammelt, was sich die Bewohner in ihrem Wohnbereich wünschen und wo sie sich gerne in der Gestaltung einbringen möchten. Mit spielerischen Methoden wurden die gemeinsamen Bedürfnisse und Wünsche erarbeitet. Die Bewohner des Wohnhauses Neuland Wien wollten einen gemütlichen Gemeinschaftsraum, den sie in allen Jahreszeiten individuell und zusammen nutzen können. Die Funktionalität und Gestaltung wurden dann in weiteren Workshopeinheiten, entsprechend der Konzentrationsund Belastungsmöglichkeit der Bewohner, gemeinsam erarbeitet.
Aus einem ungenutzten Dachraum wurde so ein Salon im Stil der Wohnzimmer der 1970er Jahre geschaffen, der als Oase der Entspannung dienen soll. Die Wände werden von Bildern geziert, die in Workshopeinheiten von den Bewohnern individuell erarbeitet wurden. Zudem wurden gebrauchte Tisch- und Stehlampen neu bespannt und mit von den Bewohnern beigesteuerten Wörtern und Aussagen verziert. Gebrauchte Möbel und Luster, Lesestoff und Hausschuhe, um die Straßenschuhe ausziehen zu können, ergänzen den Raum. Zum Design des bestimmenden Gestaltungselements im Raum, einer sonderangefertigten Textiltapete, wurden Zeichnungen der TeilnehmerInnen zusammengeführt. Jede/r konnte Motive vorschlagen, die dann alle gezeichnet haben.
Ausgangsmaterial für die Tapete waren diese Zeichnungen. Ein Teil dieser zeichnerischen Ergebnisse dieser Übung wurden vom KunstRaum Goethestrasse xtd in das Design der Tapete übersetzt. Dabei nutzten die Projektleiterinnen des KunstRaum Goethestrasse xtd ihr Wissen aus der Formensprache, kreierten eine Komposition der Zeichnungen und griffen auf die Tradition der Produkte und des Produktdesigns zurück, in diesem Falle dem Stil der Tapeten in den 1970ern. Derartiges Design braucht ein Gespür für das Handwerk und die Materialien sowie den Zweck, den das Produkt letztlich erfüllen soll.










