AuftraggeberIn: pro mente Austria, pro mente OÖ
Jahr: 2017
Orte: Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Alter Milchhof, ATZ Holzwerkstatt, Linz
Format/Technik: Beitrag zur Tagung(13);Intervention auf Tagung, Performance, Texte, Fotografie, Video,
digitale Kommunikationstools
Material: Performance, Textil, Mobiltelefon/QR Code, ready-made, Videodokumentation (14), Fotodruck,
Drucksorten
Beteiligte: PerformerInnen, die inklusive Community des KunstRaum Goethestrasse xtd, KünstlerInnen,
SchülerInnen der HBLA für künstlerische Gestaltung Linz, Arbeitende und Arbeitssuchende allen
Alters der KunstRaum Community
Dank an: Quarzsande GmbH, Werk Eferding/Hinzenbach für die Nutzung des Areals
ES GEHT UM MENSCHEN
Die Arbeit des KunstRaum Goethestrasse xtd greift in Orte und Situationen ein, ermöglicht Erfahrungsräume für alle partizipierenden Personen und das Publikum. In dieser Arbeit spielen künstlerische Ausdrucksmittel und Methoden ebenso eine Rolle wie die Verortung der Arbeiten in der Kunst. Die Inszenierung Es geht um Menschen zur Tagung „Soziale Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0“ referenziert historische Fotografien von Arbeiterinnen, insbesondere das fotografische Werk von August Sander, der mit der Serie Menschen des 20. Jahrhunderts in den 1920er Jahren unter anderem Arbeiter abgebildet hat.
Ausgehend von diesen Fotografien und dem historischen Bild von ArbeiterInnen wurde die Inszenierung entwickelt. Es entstanden ästhetische Reflexionen auf einen alten Begriff der Arbeit durch die Uniformierung der PerformerInnen in einem Arbeitsoverall. Gleichzeitig wurde die zeitliche Entwicklung der Arbeit in das Jetzt versetzt: Durch aufgedruckte QR Codes auf den Overalls konnten persönliche Statements zu Arbeit auf einer Website nachgelesen werden. Die örtliche Dimension der Arbeit spielte ebenso eine Rolle. So marschierten die PerformerInnen gemeinsam, nahmen Platz an den (Arbeits-)Tischen der TagungsteilnehmerInnen, waren an allen Orten der „Study Visits“ zugegen und fanden sich im Steinbruch wieder. Da die performenden ArbeiterInnen nicht mit TagungsteilnehmerInnen interagierten, wurde der Blick von außen auf ArbeiterInnen erzeugt. Durch die gemischte Gruppe der PerformerInnen wurden ArbeiterInnen als Menschen aller Altersklassen vergegenwärtigt.
Erarbeitet wurde die Inszenierung mit einer inklusiven Gruppe von ca. 30 Menschen. Ihr Verständnis und Verhältnis zum Thema Arbeit wurde reflektiert und Ergebnisse als Statements (dt/en) für die Performance zur Verfügung gestellt. Mit eingeladenen ExpertInnen aus dem Theaterbereich wurde die Performance erlernt und begleitet. Unaufgeregt und ohne zu sprechen waren die PerformerInnen an den unterschiedlichen Orten der Tagung an beiden Konferenztagen zugegen. Postkarten mit Fotografien der Performance lagen für die KonferenzteilnehmerInnen auf und durch die spontane Bezugnahme eines Eröffnungsredners auf die Intervention waren die Tagungsgäste sichtlich entspannter ob dieser “Fremdkörper” im Raum.











