Auftraggeber*in: AK OÖ
Jahr:
2022
Ort:
Kongresssaal der AK OÖ, Linz
Format/Technik:
Workshop, Gestaltung für eine Tagung, 8 Schriftobjekte auf Tischen (12,5-21,5 cm)
und als Tafel (2m), Fotodokumentation
Material:
Holzobjekte bedruckt in unterschiedlichen Dimensionen
Beteiligte:
Aileen Derieg, Michaela Keita-Kornfehl, Thomas Kluckner, Gertraud Sobotka, Reinhard Winkler
Fotos:
Reinhard Winkler, KunstRaum Goethestrasse xtd

UNFERTIG, Schriftobjekte.

Die AK OÖ lud im Juni 2022 zu einer Veranstaltung „Die stille Pandemie der psychischen Erkrankungen.  Warum wir leiden und wie wir da wieder rauskommen“ zur psychosozialen Versorgung in Oberösterreich mit Fokus auf die Situation von Kindern und Jugendlichen ein und beauftragte den KunstRaum Goethestrasse xtd mit einem offen gehaltenen künstlerischen Beitrag.

Was macht das Herz junger Menschen aktuell so schwer? Was zeichnet das Lebensgefühl der Stunde aus?  Welche Lebenserfahrung wünschen wir der jungen Generation?

Gemeinsam mit einer Gruppe von Künstler*innen und Expert*innen aus dem Sozialbereich hat der KunstRaum  Goethestrasse xtd diese und andere Fragen aufgeworfen und als Kollektiv nach einer künstlerischen Annäherung gesucht. Entstanden sind Wörter, Fragen, Begriffe und Sätze, keine Antworten. Zur Weitergabe als Inspiration erfolgte ein weiterer Schritt: Aus den einzelnen Wörtern wurden Buchstaben entfernt, um auf das Fehlen von „allem/etwas“ im Leben der Jugendlichen zu verweisen.

Die Begriffe wurden so gewählt, dass diese durch das assoziierende Lesen verständlich blieben. Die neun Begriffe wurden formal als Schriftobjekte aus Holz umgesetzt. In verschiedenen Größen standen diese auf den Tischen und wurden an eine Wand im großen Kongresssaal der AK OÖ gelehnt. Farblich an die Tischoberflächen im Veranstaltungsraum angepasst, schienen sie förmlich aus diesen herauszuwachsen und luden den Raum atmosphärisch als Klammer auf. Die Tagungsbesucher*innen erhielten vor Ort Informationen zum Projekt.

“Viele Jugendliche leiden und es fehlen ihnen oft buchstäblich die Worte diesem Leiden Ausdruck zu verleihen. Oft wird ihnen auch kein Gehör geschenkt. Bei unserer Veranstaltung zu diesem Thema haben die Künstlerinnen des KunstRaum Goethestrasse xtd mit ihren Schriftobjekten diesem Fehlen Raum gegeben und damit Bewusstsein für diese Problematik erzeugt – herzlichen Dank dafür!“
(Karin Leitner, AK-OÖ)