Auftraggeber*in: pro mente OÖ
Jahr: 2020 – 2021
Ort: Grillparzerstraße, Perg
Format/Technik: Workshop, Innenraumgestaltung – Mobile, Stickerei, Inszenierte Fotografien; Fotodokumentation, Postkartenserie
Material: Holz, Lack, Digitaldrucke, Stickerei auf Textil im Rahmen
Beteiligte: Teilnehmer*innen von pro mente OÖ Perg (Teamleiterin: Birgit Ziebermayr)
Fotos: Otto Saxinger
ÜBER MATERIAL UND ERINNERUNG
In Perg wurde ein neuer Standort von pro mente OÖ errichtet, der Angebote wie den Psychosozialen Treffpunkt, die Fähigkeitsorientierten Aktivität, Psychosoziale Beratung, Mobile Betreuung und Hilfe in einem gemeinsamen Haus vereint. Der KunstRaum Goethestrasse xtd wurde bereits vor Bezug der neuen Räumlichkeiten mit dem Anliegen der Gestaltung eines Teilbereichs betraut. In den Gesprächen mit Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen der Kreativ- Werkstatt Wa(h)l-Art über die Anforderungen an den neuen Standort entstand ein reger Austausch, der zentrale Fragen zur Atmosphärik aufwarf. Dabei kristallisierte sich die ursprüngliche Idee heraus, die Geschichte, Materialien und Leidenschaft des ehemaligen Kostümverleihs und der Werkstatt in die Zukunft zu übertragen und in den Mittelpunkt der inhaltlichen und formalen Gestaltung des neuen Standorts zu stellen.
In vom KunstRaum Goethestrasse xtd angeleiteten Workshops mit den Teilnehmer*innen entstand eine Reihe von persönlichen Geschichten, die mit der Gestaltung am neuen Standort verwoben wurden. Gemeinsam mit den verschiedenen Projektbeteiligten wurde ein Raum für Gemeinschaft, Kreativität und Kontinuität konzipiert. Die Anliegen der Teilnehmenden wurden durchverschiedene Gestaltungselemente sichtbar, die in überraschende Formen transformiert und mit dem Design- und Handwerkskollektiv erarbeitet wurden.
Eine strahlende Verwandlung begrüßt die Besucher*innen im Eingangsbereich. Ein mehrteiliges Mobile verleiht den Räumen einen warmen Glanz. Lebensgroße Figuren, die Umrisse der Teilnehmer*innen in unterschiedlichen Haltungen als Digitaldrucke zeigen, zieren die Wände. In der Verbindung zum Raum fördern diese ein Gefühl der Verbundenheit und Zugehörigkeit. Im Flur entfalten sich gestickte Geschichten – eine Bandbreite von textilen Arbeiten, die auf den Zeichnungen der Teilnehmer*innen basieren. Musikinstrumente, dargestellt durch maschinengestickte Piktogramme auf textilem Material, die aus dem aufgelassenen Kostümverleih stammen, bilden verschiedene „Orchester“, die auf unterschiedliche Musikstile verweisen. Im Büroraum findet sich die vielschichtige Gestaltung in Form einer Serie von Montagen wieder.











